Was ziehe ich an? Den eigenen Stil finden... Teil 3 - kreativ werden!

Wirklich guter Stil hat nichts mit aktuellen Trends zu tun. Wer seinen Stil gefunden hat, nutzt die Mode für sich... nicht umgekehrt! Ein "Fashion-Victim" zu sein, bedeutet natürlich längst nicht, seinen Stil gefunden zu haben... ich würde sogar behaupten, das "Modeopfer" weit davon entfernt sind, stylish zu sein... Shopping mag ja oft großen Spaß machen - aber einfach gedankenlos neue Sachen zu kaufen, und dann festzustellen, dass diese nicht zu den vorhandenen Teilen passen, kann sehr frustrierend sein...

 

Aber Stil lässt sich erlernen und macht Spaß! Eine selbst verordnete Shopping-Pause (um aus dem ewigen Kreislauf des sinnfreien Teile-Anhäufelns auszusteigen!) tut Euch gut... und Ihr habt endlich Zeit, kreativ zu werden!

 

Teil 3. kreativ werden

 

Aha. Hmmm, also, ich war aber noch nie der kreative Typ... denkt Ihr jetzt möglicherweise, außerdem - was hat das alles mit meinem Styling zu tun? Da seht Ihr's. Styling bedeutet eben mehr als nur Einkaufen. Das Finden des eigenen Stils ist ein kreativer Prozess, und kreative Prozesse machen glücklich, weil sie, ähnlich wie die Kunst bzw. das Handwerk sichtbare Ergebnisse eines Schaffungsprozesses liefern. Das ist toll, macht Freude und Ihr habt lange etwas davon... werdet Euer eigenes Kunstwerk!!!

Was bei Eurer Stilfindung wirklich hilft, ist, erst einmal in völlig verrückten Bahnen zu denken, ohne dass Ihr Euch selbst im Weg steht - das heißt:

 

1. macht Euch frei von Beschränkungen: Ihr wiegt 120 Kilo und träumt von einem Primaballerina-Outfit mit Tutu, zarten Schleifchen und Rüschen? Na und? Wenn das schon immer Euer klammheimlicher Traum war... worauf wartet Ihr? Ich bin mir sicher, wenn man sich in so einem Fall stilmäßig einschränkt und sich weiterhin in deprimierende, schwarze Zelte hüllt, wird die Figur sich auch niemals verändern... Außerdem: wie viele Leben habt Ihr? Wen verletzt Ihr, weil Ihr Euch anzieht, wie Ihr mögt? Was scheren Euch die Kommentare anderer Menschen? Eben! Andere Beschränkungen (außer: zu groß, zu klein, zu dünn, zu dick...) heißen beispielsweise: zu alt, zu spießig, wohne zu ländlich, zu feige, zu arm... zu intellektuell.... zu pragmatisch.... zu praktisch denkend... hach! Ist echt anstrengend, oder? Außerdem: wenn Ihr weiterhin nur in Jeans und Sweatshirt herumlaufen wollt, ist das mehr als okay. Nur: dann würdet Ihr diesen Post erst gar nicht lesen! Nicht wahr???

 
3. träumen ohne Worte: fangt an zu träumen... wer wollt Ihr sein...? Ein Filmstar? Eine Prinzessin? Ein Rockstar? Versucht dabei, Euren Traum ganz konkret zu erfühlen... ohne Euch mit Worten einzuschränken... lasst statt dessen Bilder sprechen! (s. Punkt 4!).

 

Mein ganz konkretes Beispiel: Ich möchte aussehen wie eine Rodeo-Reiterin, bloß ohne Pferd... oder wie Pochahontas... oder auch wie ein Rockstar oder so eine Mischung aus Cowgirl-Rockstar-Pochahontas... aber nicht die langen schwarzen Haare, sondern Locken... mit einem kleinen Mexiko-Einschlag... indio-Muster... aber keltische Sachen gefallen mir auch super... Staubige Straßen und eine Gitarre... Ich finde Country-Music zwar irgendwie blöd, aber das Styling geht in die Richtung... mit keltischen "Fair-Isle"- oder "Tweed"-Einschlag... also eine Art keltische indio-Wildwest-Tweed-Country-Pochahontas mit Locken und einer Ponyfrisur... Ihr seht also, mein Bild formt sich, aber man kann es nicht in Worte fassen... egal! Unten seht Ihr ein paar meiner gesammelten Bilder:

3. erstellt ein so genanntes Moodboard: analog oder digital, völlig wurscht. Analog heißt, dass Ihr in Zeitschriften, Zeitungen, Prospekten blättert... und alles herausschneidet oder -reißt, was Euch zum Thema anspringt. Digital heißt, das Ganze am Computer zu gestalten... durchforstet Fotos, Bilder, Grafiken und stellt sie zu einer Collage zusammen.

Mein Moodboard oder meine Styling-Collage seht Ihr hier:

5. Unterteilt Euer Moodboard: wenn Ihr genug aussagekräftige Bilder für Euer Moodboard gesammelt habt, unterteilt es wieder, um konkreter herauszufinden wie Euer individuelles Styling aussehen kann... hier seht Ihr, was ich meine:

1. Teil: Materialien, Farben, Muster...

2. Teil: Outfits, Formen, Accessoires...

6. erneute Kleiderschrank-Inventur: was besitze ich bereits - passend zu meinem "Style"? Tja, schon wieder geht's an den (bereits aufgeräumten!) Schrank: welche Teile besitzt ihr bereits, die Eurem Wunsch-Styling entsprechen? Dabei reicht es schon, wenn die Teile die passenden Farben oder die passenden Muster haben... Ihr werdet staunen, wie viele Teile Ihr bereits zum Thema habt!

Und zum Schluss:

7. Modenschau: Wie kann ich die bereits vorhandenen Teile passend zu meinem neuen Styling kombinieren? Ob allein oder mit ein, zwei Freundinnen, ob mit Tee oder Prosecco - veranstaltet Eure private Modenschau à la "Mein neuer Style..." - viel Spaß!!!


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